Zurück zu Crypto Steuercheck
Zuletzt geprüft: 22. Juni 2026

Quellen & Methodik

Diese Seite erklärt, welche vereinfachten Regeln hinter dem Crypto Steuercheck stehen, welche Quellen genutzt werden und warum manche Fälle bewusst zur näheren Prüfung markiert werden.

Keine Steuerberatung. Nur eine unverbindliche Ersteinschätzung. Bitte prüfe deinen Fall mit einem Steuerberater.

Kurz gesagt

Kein Steuerrechner

Der Check berechnet keine endgültige Steuer und erstellt keinen offiziellen Report.

Quellenbasiert

Die Logik orientiert sich an offiziellen Informationen und bleibt bewusst vorsichtig.

Vorbereitung

Das Ziel ist bessere Sortierung deiner Unterlagen vor Tax-Software oder Steuerberater.

Was geprüft wird

Welche Fragen der Analyzer sortiert

Der Check trennt typische Krypto-Aktivitäten in verständliche Themenblöcke. Das ist keine abschließende Einordnung, aber eine nützliche erste Sortierung.

Verkäufe und Swaps

Der Check trennt Verkauf, Swap und Zahlung mit Krypto, weil jeweils der Coin relevant sein kann, der das Wallet verlässt.

Haltedauer

Die vereinfachte Logik fragt, ob die betroffenen Einheiten länger als ein Jahr privat gehalten wurden.

1.000 EUR Freigrenze

Bleibt die Jahressumme unter 1.000 EUR, kann die Freigrenze helfen. Erreicht oder überschreitet sie 1.000 EUR, kann der volle relevante Gewinn zählen.

Rewards und Airdrops

Staking, Claims und Airdrops werden getrennt betrachtet, weil Zufluss und späterer Verkauf unterschiedliche Fragen auslösen können.

NFTs und Collectibles

Der Check fragt nach NFTs, onchain gekauften physischen Collectibles und späteren Verkäufen, statt alles wie normale Coins zu behandeln.

Sonderfälle

DeFi, Lending, Derivate, Prediction Markets und gewerbliche Aktivität werden bewusst als genauer zu prüfen markiert.

Grenzen

Was der Check nicht entscheiden kann

Diese Grenzen sind Absicht. Lieber klar markieren als eine Sicherheit vortäuschen, die der Check nicht leisten kann.

  • Er berechnet keine endgültige Steuer und erstellt keinen Steuerreport.
  • Er ersetzt keine Tax-Software und keinen Steuerberater.
  • Er entscheidet nicht verbindlich, ob ein Fall gewerblich ist.
  • Er kann fehlende Transaktionshistorie, unklare Wallet-Zuordnung oder fehlende EUR-Werte nicht reparieren.
  • Er klassifiziert komplexe DeFi-, Derivate-, Airdrop-, NFT- oder Prediction-Market-Fälle nicht abschließend.
Methodik

Die Kernregeln in einfachem Deutsch

Der Analyzer nutzt vorsichtige Wenn-Dann-Logik. Er spricht deshalb von kann, häufig und prüfen, nicht von endgültigen Ergebnissen.

§23 EStG als vereinfachter Rahmen

Private Krypto-Verkäufe und viele Swaps werden im Check als private Veräußerungsgeschäfte nach §23 EStG eingeordnet, wenn es um private Anleger geht.

Ein Jahr Haltedauer

Wird eine privat gehaltene Coin-Einheit erst nach mehr als einem Jahr verkauft oder geswappt, kann der Gewinn häufig steuerfrei sein, wenn die Haltedauer belegbar ist.

Freigrenze statt Freibetrag

Die 1.000 EUR Grenze ist eine Freigrenze. Bei weniger als 1.000 EUR Jahresgewinn kann sie helfen; bei 1.000 EUR oder mehr kann der volle relevante Gewinn zählen.

Swap ist ein Abgang

Bei einem Swap ist vor allem der hingegebene Coin relevant. Für den neu erhaltenen Coin beginnt eine eigene Anschaffungshistorie.

Staking separat prüfen

Staking-Rewards können beim Erhalt und später beim Verkauf oder Swap der Reward-Coins eigene steuerliche Fragen auslösen.

Komplexität sichtbar machen

Airdrops mit Aufgaben, NFTs, DeFi, Lending, Derivate, Prediction Markets und business-like Aktivität werden nicht glattgebügelt, sondern zur näheren Prüfung markiert.

Quellen

Offizielle Quellen und Fundstellen

Die folgenden Quellen bilden den sichtbaren Ausgangspunkt für die vereinfachte Methodik. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung.

Vorbereitung

Steuerberater-Checkliste

Diese Punkte helfen dir, Unterlagen strukturiert zu sammeln. Je besser die Belege, desto leichter wird die spätere Prüfung.

Wallets und Plattformen

  • Wallet-Adressen und Wallet-Labels
  • Exchange-Exports
  • Notizen zu Eigenüberträgen

Trades und Zahlungen

  • Transaktionshashes
  • Kauf-, Verkauf-, Swap-, Claim-, Zahlungs- und Transferdaten
  • EUR-Werte und Gebühren

Rewards und Airdrops

  • Staking-Zuflussdatum, Menge und EUR-Wert
  • Airdrop-Grund: Holder, Quest, Referral, Points oder unbekannt

NFTs und Collectibles

  • NFT- oder Collectible-Belege
  • Onchain-Kaufnachweis für physische Collectibles
  • Späterer Verkaufspreis

Sonderfälle

  • Prediction-Market-Plattform, Funding, Positionen und Auszahlungen
  • DeFi-, Lending- oder Derivate-Protokolle
Genauer prüfen

Fälle für professionelle Prüfung

Diese Themen sollten nicht als einfache Ja/Nein-Antwort behandelt werden.

  • Fehlende oder lückenhafte Transaktionshistorie
  • Gewerbliche oder business-like Aktivität
  • Hohe Beträge oder sehr hohe Frequenz
  • DeFi, Lending, Liquidity Mining, Derivate, Leverage, Perps oder Optionen
  • Airdrops mit Aufgaben, Referrals, Points oder unklarer Gegenleistung
  • NFTs, tokenisierte Collectibles oder physische Collectibles, die onchain gekauft wurden
  • Polymarket-, Kalshi- oder andere Prediction-Market-Positionen
  • Gemischte Wallets, fremde Wallets oder unklare Eigentumsverhältnisse