Quellen & Methodik
Diese Seite erklärt, wie der Educational Rule Navigator Aktivitäten allgemeinen Regeln und Dokumentationsbedarf zuordnet, welche Quellen er nutzt und wo eine fachliche Prüfung nötig bleibt.
Crypto Steuercheck ist ein Educational Rule Navigator für allgemeine Regeln und Dokumentationsbedarf, keine individuelle Steuerberechnung und keine Rechts- oder Steuerberatung.
Keine Steuerberatung. Nur eine unverbindliche Ersteinschätzung. Bitte prüfe deinen Fall mit einem Steuerberater.
Kurz gesagt
Keine Einzelfallentscheidung
Der Navigator führt keine individuelle Steuerberechnung durch und entscheidet keine Erklärungspflicht.
Quellenbasiert
Allgemeine Regeln verweisen auf die kanonische Liste amtlicher Quellen.
Dokumentationshilfe
Das Ziel ist eine bessere Sortierung von Angaben und Unterlagen vor Tax-Software oder Steuerberater.
Welche Angaben der Navigator sortiert
Der Navigator trennt typische Krypto-Aktivitäten in verständliche Themenblöcke und sammelt Fakten, offene Fragen und Dokumente, ohne eine individuelle steuerliche Einordnung vorzunehmen.
Verkäufe und Swaps
Der Navigator sammelt für Verkauf, Swap und Zahlung die jeweils betroffenen Coin-Abgänge und Belege.
Haltedauer
Er fragt nach vorhandenen Haltedauer-Nachweisen, ohne daraus eine Entscheidung für den Einzelfall abzuleiten.
1.000 EUR Freigrenze
Er sammelt, ob eine Jahressumme bereits dokumentiert ist, und zeigt die allgemeine Regel zur 1.000-EUR-Freigrenze vollständig.
Rewards und Airdrops
Staking, Claims und Airdrops werden getrennt dokumentiert, weil Zufluss und spätere Verwendungen unterschiedliche Nachweise benötigen können.
NFTs und Collectibles
Der Navigator sammelt NFT-, Zahlungs- und Collectible-Lebenszyklus getrennt, ohne eine individuelle Klassifikation festzulegen.
Sonderfälle
DeFi, Lending, Derivate, Prediction Markets und gewerbliche Aktivität werden bewusst als genauer zu prüfen markiert.
Was der Check nicht entscheiden kann
Diese Grenzen sind Absicht. Lieber klar markieren als eine Sicherheit vortäuschen, die der Check nicht leisten kann.
- Er führt keine individuelle Steuerberechnung durch und erstellt keinen Steuerreport.
- Er entscheidet nicht, ob du Steuern zahlen oder eine Steuererklärung abgeben musst.
- Er ersetzt keine Tax-Software und keinen Steuerberater.
- Er entscheidet nicht verbindlich, ob ein Fall gewerblich ist.
- Er kann fehlende Transaktionshistorie, unklare Wallet-Zuordnung oder fehlende EUR-Werte nicht reparieren.
- Er klassifiziert komplexe DeFi-, Derivate-, Airdrop-, NFT- oder Prediction-Market-Fälle nicht abschließend.
Die Kernregeln in einfachem Deutsch
Jede Themenkarte zeigt die vollständigen allgemeinen Regeln. Antworten dokumentieren Fakten, wählen aber keine Regel für den Einzelfall aus.
§23 EStG als allgemeiner Rahmen
Bei privat gehaltenen Kryptowerten können Verkäufe und Swaps unter den allgemeinen Rahmen privater Veräußerungsgeschäfte nach §23 EStG fallen.
Ein Jahr Haltedauer
Allgemein gilt: Wird eine privat gehaltene Coin-Einheit erst nach mehr als einem Jahr veräußert, kann ein Gewinn bei erfüllten Voraussetzungen steuerfrei sein. Der Navigator entscheidet nicht, ob diese Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sind.
Freigrenze statt Freibetrag
Die 1.000-EUR-Grenze ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Welche Vorgänge zur Jahressumme gehören, muss anhand der vollständigen Unterlagen geprüft werden.
Swap ist ein Abgang
Bei einem Swap ist vor allem der hingegebene Coin relevant. Für den neu erhaltenen Coin beginnt eine eigene Anschaffungshistorie.
Staking separat prüfen
Staking-Rewards können beim Erhalt und später beim Verkauf oder Swap der Reward-Coins eigene steuerliche Fragen auslösen.
Komplexität sichtbar machen
Airdrops mit Aufgaben, NFTs, DeFi, Lending, Derivate, Prediction Markets und geschäftsähnliche Aktivität erhalten Dokumentationshinweise und einen Hinweis auf fachliche Prüfung.
Offizielle Quellen und Fundstellen
Die folgenden Quellen bilden den sichtbaren Ausgangspunkt für die vereinfachte Methodik. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung.
§ 23 EStG - Private Veräußerungsgeschäfte
Herausgegeben von: Bundesministerium der Justiz.
Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte
Herausgegeben von: Bundesministerium der Finanzen.
§ 2 StBerG - Geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen
Herausgegeben von: Bundesministerium der Justiz.
§ 7 ErbStG - Schenkungen unter Lebenden
Herausgegeben von: Bundesministerium der Justiz.
§ 16 ErbStG - Freibeträge
Herausgegeben von: Bundesministerium der Justiz.
So halten wir die Seite aktuell
Der Crypto Steuercheck vereinfacht. Deshalb prüfen wir nicht nur Links, sondern auch, ob die verständliche Erklärung noch zum amtlichen Rahmen passt.
Amtliche Ausgangspunkte
Der Regelnavigator stützt seine allgemeinen Hinweise sichtbar auf Gesetzestexte und BMF-Unterlagen.
Regelmäßig gegenprüfen
Die verlinkten Fundstellen und die vereinfachten Aussagen werden bei relevanten Änderungen erneut geprüft.
Änderungen nicht verstecken
Neue BMF-Schreiben, Gesetzesänderungen oder wichtige Rechtsprechung können eine Anpassung der Inhalte auslösen.
Steuerberater-Checkliste
Diese Punkte helfen dir, Unterlagen strukturiert zu sammeln. Je besser die Belege, desto leichter wird die spätere Prüfung.
Wallets und Plattformen
- Wallet-Adressen und Wallet-Labels
- Exchange-Exports
- Notizen zu Eigenüberträgen
Trades und Zahlungen
- Transaktionshashes
- Kauf-, Verkauf-, Swap-, Claim-, Zahlungs- und Transferdaten
- EUR-Werte und Gebühren
Rewards und Airdrops
- Staking-Zuflussdatum, Menge und EUR-Wert
- Airdrop-Grund: Holder, Quest, Referral, Points oder unbekannt
NFTs und Collectibles
- NFT- oder Collectible-Belege
- Onchain-Kaufnachweis für physische Collectibles
- Späterer Verkaufspreis
Sonderfälle
- Prediction-Market-Plattform, Funding, Positionen und Auszahlungen
- DeFi-, Lending- oder Derivate-Protokolle
Fälle für professionelle Prüfung
Diese Themen sollten nicht als einfache Ja/Nein-Antwort behandelt werden.
- Fehlende oder lückenhafte Transaktionshistorie
- Gewerbliche oder business-like Aktivität
- Hohe Beträge oder sehr hohe Frequenz
- DeFi, Lending, Liquidity Mining, Derivate, Leverage, Perps oder Optionen
- Airdrops mit Aufgaben, Referrals, Points oder unklarer Gegenleistung
- NFTs, tokenisierte Collectibles oder physische Collectibles, die onchain gekauft wurden
- Polymarket-, Kalshi- oder andere Prediction-Market-Positionen
- Gemischte Wallets, fremde Wallets oder unklare Eigentumsverhältnisse